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SIMKLIMA

Laufzeit:

01.09.2018 - 31.10.2021

Projektleitung:

Benno Kleinhenz

Ansprechpartner:

Peter Juroszek

Weitere Informationen zur Forschungsbegleitung für COP in der Landwirtschaft finden sie unter: unter-2-grad

Der prognostizierte Klimawandel und seine mittel-und langfristigen potentiellen Auswirkungen auf wichtige Pflanzenkrankheiten und auf die Fungizidwirksamkeit im Ackerbau in Deutschland

Projektziele

In dem hier beantragten Projekt sollen zum ersten Mal für das gesamte Bundesgebiet Simulationen zum prognostizierten Klimawandel und seine möglichen Auswirkungen auf Pflanzenkrankheiten im Ackerbau erstellt werden. Ergänzend dazu soll eine weltweite Literaturrecherche zum Thema ’Klimawandel und seine möglichen Auswirkungen auf Pflanzenkrankheiten im Ackerbau’ durchgeführt werden, um die hier auf Bundesebene erzielten Ergebnisse mit internationalen Ergebnissen vergleichen zu können. Darüber hinaus soll der potentielle Einfluss des Klimawandels auf die Fungizidwirksamkeit im Ackerbau theoretisch und experimentell untersucht werden, um erstmals eine umfangreiche Wissensbasis zu diesem Thema auf internationaler Ebene zu erstellen. Mit Hilfe aller Ergebnisse sollen Risikobewertungen abgeleitet und geeignete Minimierungs- und Anpassungsstrategien im Pflanzenschutz für Gerste, Roggen, Triticale, Weizen, Kartoffel, Lupine, Raps und Zuckerrübe entwickelt werden.

Arbeitsplan

Die ZEPP wird auf Basis mittelfristiger (2021-2050) und langfristiger (2071-2100) Klimaszenarien für Deutschland potentielle Klimaeinflüsse auf Pflanzenkrankheiten im Ackerbau prognostizieren. Beispielsweise werden die Infektionswahrscheinlichkeit sowie das zeitliche und räumliche Erstauftreten von Pflanzenkrankheiten simuliert. Die Kulturpflanzenentwicklung wird ebenfalls simuliert, um die Koinzidenz zu berücksichtigen. Das Unternehmen Syngenta wird Experimente in Phytotronen durchführen, um den Einfluss von steigender Lufttemperatur und steigender CO2-Luftkonzentration auf den Wirkungsgrad ausgewählter Fungizide zu untersuchen. In diesen Experimenten sollen drei Modelle exemplarisch untersucht werden: (1) Kraut- und Knollenfäule an Kartoffel, (2) Weißstängeligkeit an Raps und (3) Septoria-Blattflecken an Weizen. Die Hochschule Osnabrück wird Minimierungs- und Anpassungsmaßnahmen im vorbeugenden und direkten Pflanzenschutz erarbeiten.

Förderer und Projektpartner