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GEOBOX-1

Laufzeit:

01.10.2018 - 31.03.2020

Projektleitung:

Benno Kleinhenz

Ansprechpartner:

Peter Wolanski


Projektziele

Raumbezogene Bewirtschaftungsauflagen landwirtschaftlicher Flächen werden zunehmend komplexer. Für die Einhaltung der Auflagen des Pflanzenschutzgesetzes (PFlSchG) und des Nationalen Aktionsplanes Pflanzenschutz (NAP) müssen landwirtschaftliche Betriebe immer größeren Informationsverpflichtungen gegenüber staatlichen Stellen nachkommen. Zusätzlich fordert die Gesellschaft die Reduktion der Risiken, welche durch die Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln entstehen. Zur Förderung einer präzisen, situationsgerechten und teilflächenorientierten Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln sowie für nicht-chemische Pflanzenschutzverfahren, bedarf es regelbasierten Erfahrungs- und Beraterwissen sowie standort- und situationsspezifischen Entscheidungshilfen. Beides muss landwirtschaftlichen Betrieben möglichst effizient und zeitnah zur Verfügung gestellt werden. Dies ist jedoch nur auf Grundlage von standortspezifischen Geobasis- und Fachdaten möglich. Im Rahmen der digitalen  GeoBox-Infrastruktur, werden diese persönlichen Daten dezentral in einer „Hofbox“ gespeichert, welche betriebliche Kontrolle und Datenhoheit sicherstellt. Jedoch nach Einwilligung zum Datenaustausch, ermöglicht die digitale GeoBox-Infrastruktur einen umfassenden Informationsaustausch mit öffentlichen und privaten Dienstleistern, für die Bereitstellung von standortspezifischen Informations- und Beratungsinhalten im Bereich des Pflanzenschutzes.

Projektbeschreibung

Die redundante und manuelle Eingabe betrieblicher Daten von Seiten der Flächenbewirtschafter (wie z.B. im Rahmen von www.isip.de), erfolgt oft unvollständig und ungenau. Eine digitale Bereitstellung standortspezifischer Daten wird die Genauigkeit von Prognosen zum Auftreten von Schaderregern deutlich verbessern. Die vereinfachte Anwendung und verbesserte Genauigkeit der Prognosemodelle, wird die Akzeptanz zur Nutzung von Entscheidungshilfen im Pflanzenschutz erhöhen und Risiken bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln vermindern.

Resistenzen gegen Pflanzenschutzmittel bei Schaderregern bergen die Gefahr, dass in Zukunft bestimmte Schaderreger nicht mehr zu bekämpfen sind. Die Vermeidung von Pflanzenschutzmittelresistenzen im Pflanzenbau ist aus ökologischer sowie ökonomischer Sicht von erheblicher Bedeutung. Die digitale Infrastruktur der GeoBox ermöglicht die Erarbeitung einer regionalen und überregionalen Antiresistenzstrategie für Pflanzenschutzmittel. Standortspezifische und zeitnah zur Verfügung stehende Empfehlungen von nicht-chemischen Maßnahmen im Pflanzenschutz wirken einer Resistenzausbildung zusätzlich entgegen. Im Rahmen dieses Teilprojekts soll zunächst  so ein universelles Entscheidungshilfesystem zur Vermeidung von Pflanzenschutzmittelresistenzen für den Ackerbau entwickelt werden.

Weitere Informationen zum Gesamtvorhaben GEOBOX-I finden Sie hier.

 

Projektdetails

Förderer:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (PTBLE)

Projektpartner:

Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP)

Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinhessen-Nahe-Hunsrück (DLR-RNH)

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)

Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft e.V. (KTBL)

Technische Universität Darmstadt (TUDA)

Expeer GmbH (expeer)