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Abstandsauflagen sicher einhalten - automatisiert und einfach!

Planen. Durchführen. Dokumentieren.

 

Aktuelles / Bisheriger Projektverlauf

 

Goldmedaille auf der Agritechnica 2015

Eine von der DLG eingesetzte, neutrale Expertenkommission hat aus 311 zur Agritechnica angemeldeten Neuheiten PAM gemeinsam mit der Entwicklung Connected Crop Protection mit einer Goldmedaille ausgezeichnet.

 

DLG Neuheit PAM

 

→ Agritechnica Neuheiten 2015

DLG-Video zur Medaillenverleihung

  Medaillenverleihung Gruppenfoto

 


PAM ist das Smart Tool 2015

Die Besucher des Agritechnica Specials "Digital Cropping" wählten Pflanzenschutz-Anwendungs-Manager auf den 1. Platz von 13 Exponaten aus dem Bereich des Management und Nutzung von Bodenkartierung, Applikationskarten, Ertragskartierung, Hofbodenkarten und Prognosemodellen.

  


Im Jahr 2015 lag der Schwerpunkt der Arbeiten in der Vernetzung der 2014 erstellten Web-Services. Aus den einzelnen Diensten wurde das PAM-Entscheidungshilfesystem, das dann an die am Projekt beteiligten FMIS-Systeme angeschlossen wird. Das Gesamtsystem von der Vermessung schützenswerter Strukturen mit dem Traktor bis hin zur Abarbeitung fertiger Applikationskarten und der Dokumentation der Maßnahmen wird anschließend auf den Pilotbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz getestet.


Der Schwerpunkt der Arbeiten aller Projektpartner lag 2014 im Bereich der technischen Entwicklung. Das im Rahmen des Projektes zu entwickelnde, webbasierte PAM-Entscheidungshilfesystem besteht aus mehreren verteilten Webservices, die von den verschiedenen Projektpartnern betrieben werden. Zugrunde liegt das momentan in der Informatik vorherrschende Paradigma der Serviceorientierten Architektur (SOA). Ziel einer SOA ist es, verschiedene EDV-Komponenten in Dienste zu kapseln und dann so zu koordinieren, dass ihre Leistungen zu höheren Diensten zusammengefasst werden können. In PAM bieten die einzelnen Projektpartner verschiedene Dienste an, die dann zur Generierung maschinenlesbarer Applikationskarten zusammengefasst werden, die die im jeweiligen Fall einzuhaltenden schlag- und produktspezifischen Abstandsauflagen ausweisen. Gleichzeitig können diese einzelnen Dienste aber zukünftig auch über das PAM-Projekt hinaus für andere Applikationen interessant sein. Der modulare Aufbau bietet hier zahlreiche denkbare Optionen.

 PAM SOA

Um eine automatische Maschinensteuerung zu ermöglichen, sind hochgenaue Geodaten zu Schlaggeometrien und Gewässern sowie schützenswerten Saumstrukturen wie z.B. Hecken notwendig. 2013 wurden Genauigkeitstests durchgeführt, um die Eignung bestehender deutschlandweit verfügbarer Geodatensätze zu testen.

Hierfür wurde im Rahmen von Feldtests auf Pilotbetrieben in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz eine hochgenaue Einmessung der Böschungsoberkanten von Gewässern, Saumstrukturen und der Bearbeitungskanten durchgeführt. Anschließend wurden diese Referenzdaten mit verschiedenen vorhandenen bzw. leicht erhebbaren Geodaten verglichen um in der Folge eine Aussage zu deren Genauigkeit treffen zu können. Das Ergebnis ist, dass derzeit keine öffentlichen Datensätze in ausreichender Qualität existieren, die ohne großen Aufwand übernommen werden könnten.

Folglich müssen die Strukturen einmalig eingemessen werden. Hierfür wird im Rahmen des Projektes ein Verfahren entwickelt, das auch den Erfordernissen der Prüfbehörden genügen soll. Um für Landwirte einfach umsetzbar zu sein, muss das Verfahren zudem mit regulären Traktorüberfahrten kombinierbar sein.

Um diese Anforderungen gerecht zu werden, basiert das Verfahren auf GNSS-RTK, was eine Genauigkeit im Zentimeterbereich ermöglicht. Die Aufzeichnung erfolgt durch Eingabe des Fahrers am Terminal. Um diese Erfassungsmöglichkeiten realisieren zu können, wird eine Erweiterung für das Bedienterminal entwickelt.

2016

  • Precision Farming und Pflanzenschutz. In: GetreideMagazin (2/2016): S. 38-42
  • Abstandsauflagen einhalten - mit PAM kein Problem. In: Rheinische Bauernzeitung (8/2016): S. 26-27

2015

  • Abstandsauflagen im Pflanzenschutz automatisch einhalten. In: Agritechnica 2015 - Forum Pflanzenbau live. Hannover
  • Pflanzenschutz durch maschinenlesbare Karten. In: arcAktuell (3/2015): S. 30-31
  • PAM - the Pestice Application Manager. In:  EFITA/WCCA/CIGR 2013: S. 32. Poznan
  • Immer schön Abstand halten. In: DLG-Mitteilungen (04/2015): S. 46-48
  • Automatisch auf Abstand. In: dlz agrarmagazin (04/2015): S. 71-76
  • Vereinfachung des Pflanzenschutzprozesses durch Datenintegration und Automation - Das Projekt PAM. In: Referate der 35. GIL-Jahrestagung in Geisenheim - Komplexität versus Bedienbarkeit/Mensch-Maschine-Schnittstellen: S. 161-164. Geisenheim

2014

  • Pesticide Application Manager (PAM): Entscheidungsunterstützung im Pflanzenschutz auf Basis von Gelände-, Maschinen-, Hersteller- und Behördendaten. In: 59. Deutsche Pflanzenschutztagung: S. 623. Freiburg
  • Verfahrensansätze für die maschinellen Erfassung von Geodaten zur automatisierten Berücksichtigung von Abstandsauflagen im Precision Farming. In: 59. Deutsche Pflanzenschutztagung: S. 90. Freiburg

  • Pesticide Application Manager (PAM) – Decision Support in Crop Protection based on Terrain-, Machine-, Business-, and Public Data. In: AgEng 2014 - International Conference of Agricultural Engineering. Zürich
  • Pesticide Application Manager (PAM) – Decision Support in Crop Protection based on Terrain-, Machine-, Business-, and Public Data. In: International Conference on Precision Agriculture (ICPA) 2014. Sacramento
  • Integrating Public and Private Data for an improved Crop Protection. In: Smart AgriMatics 2014. Paris

2013

  • PAM - Pesticide Application Manager. In: Workshop der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE): Linked Open Data in der Landwirtschaft. Bonn
  • Pesticide Application Manager (PAM) – Decision Support in Crop Protection based on Terrain-, Machine-, Business-, and Public Data. In: EFITA/WCCA/CIGR 2013: S. 1209-1213. Turin

 

 

Hintergrund

Ziel von PAM ist es, wichtige Prozesse der Planung von Pflanzenschutzapplikationen durch Zusammenführung und Integration einer Reihe von Daten aus verschiedenen öffentlichen und privaten Quellen zu automatisieren bzw. zu optimieren. Im Zentrum steht dabei die Unterstützung des Landwirts bei der Einhaltung von gesetzlichen Abstandsauflagen zu Gewässern, Siedlungen und Saumstrukturen wie z.B. Hecken oder Waldrändern.

 

Entscheidungshilfesystem

PAM ist ein internetbasiertes Entscheidungshilfesystem, das schlag- und produktspezifisch maschinenlesbare Applikationskarten erstellt, die schützenswerte Bereiche am bzw. im Schlag ausweisen, in denen aufgrund von Abstandsauflagen keine Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden dürfen. Hierfür werden Informationen aus verschiedenen öffentlichen Datenbanken mit Informationen der Pflanzenschutzmittelhersteller und des Landwirts (z.B. zur verwendeten Düsentechnik) kombiniert. Die einzelnen Schritte werden in folgender Abbildung erläutert:

 

PAM EHS neu 

 

Downloads

 

Partner

PAM wird von einem Konsortium aus öffentlichen und privaten Organisationen umgesetzt. Die Projektleitung liegt bei der Zentralstelle der Länder für EDV-gestützte Entscheidungshilfen und Programme im Pflanzenschutz (ZEPP). Die Projektlaufzeit ist von 2013 bis 2016.

 

PAM Projektpartner 40p

 

Logos 

 

Förderung

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung.

 

Laufzeit:
01.05.2013 - 30.04.2016
Förderer:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)

Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (ptble)

Ansprechpartner:

Das Projekt wird von ISIP e.V. weitergeführt.
Ansprechpartner: Manfred Röhrig, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

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